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Aus dem Ortsverein27. Oktober

Haushaltsentwurf 2027: Defizit von 17,2 Millionen Euro

Im Rat wurde der Werler Etatentwurf 2027 vorgestellt – Umlagen, Bau- und Personalkosten treiben die Ausgaben.

Bürgermeister Torben Höbrink hat den Haushaltsentwurf 2027 im Rat vorgestellt. Bei Aufwendungen von mehr als 103 Mio. Euro ergibt sich ein Fehlbetrag von gut 17,2 Mio. Euro – im dritten Jahr in Folge ein Defizit, das nur über die Ausgleichsrücklage gedeckt wird. Die vorgeschlagene Grundsteuererhöhung mit rund 2,6 Mio. Euro Mehreinnahmen ist bereits eingerechnet.

Größter Posten sind Transferaufwendungen von rund 51,8 Mio. Euro, davon 44,75 Mio. Euro Kreis- und Jugendamtsumlage – rund 12 Mio. Euro mehr als 2023. Laut Kämmerin Alexandra Kleine sind die Baukosten seit 2020 um rund 50 Prozent gestiegen. Die Personalkosten wachsen vor allem durch Tarifsteigerungen auf 15,2 Mio. Euro. Auch beim Offenen Ganztag und bei der IT-Sicherheit steigen die Kosten. Höbrink fordert Reformen auf höherer Ebene, etwa bei den Umlagen. *Quelle: Soester Anzeiger

Das sagt die SPD Werl: Die SPD-Fraktion will die Grundsteuererhöhung deutlich begrenzen – Grundsteuer B auf 1.100 statt 1.300 Punkte, dazu eine maßvolle Anhebung der Gewerbesteuer von 437 auf 460 Punkte. So wird die Last auf mehr Schultern verteilt. Die Differenz von rund 456.000 Euro soll im Haushalt eingespart werden – ohne Kürzungen bei Sozialem, Kultur, Sport, Ehrenamt und Bildung.